Landfrauenfastnacht 2012

09.02.2012 Posted in Feste, Wallau | Kommentare deaktiviert für Landfrauenfastnacht 2012
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Am vergangenen Donnerstag den 09.Feb. fand die traditionelle Weiberfastnacht bei den Wallauer Landfrauen statt. Zwar ist diese Landfrauenfastnacht nicht mehr vor großem Publikum im großen Saal, aber an der Qualität hat dies keinen Abbruch getan, denn was die Akteure an diesem Nachmittag geboten haben, das kann sich in jeder Fastnachtssitzung sehen lassen.
Gleich zu Beginn stimmte Inge Sternberger mit ihrem Akkordeon die Närrinnen mit dem Schneewalzer zum Mitfeiern ein und nachdem Gerda Fischer, die Vorsitzende des Wallauer Landfrauenvereins, die Anwesenden begrüßt hatte, übernahm Else Göller als Ansagerin das Zepter. Auch sie begrüßte mit Helau. „Vergessen lasst uns heut die Sorgen, denn die haben auch Zeit bis morgen”. Unter diesem Motto sollte der lustige Nachmittag stehen. Der Nachmittag war so gestaltet, dass sich immer wieder Vorträge mit gemeinsamen Schunkel- und Fastnachtsliedern abwechselten. Nachdem dann die leckeren Kreppel bei duftendem Kaffee verzehrt waren wurde allen ein Gläschen Wein kredenzt und dann ging es Schlag auf Schlag weiter im Programm.
Hildegard Paul und Annemrie Püst war es vorbehalten, die erste Büttenrede dieses Nachmittags zu halten. Als Stadt- und Land-Frau begeisterten sie und es war zu erfahren, dass weder die Stadtfrau mit ihrem Luxusleben, wo sie immer „lackiert und geschminkt durch die Wilhelmstraße flaniert, genauso unzufrieden ist, wie die Landfrau, die  die Felder, die Kartoffel und eigentlich alles so satt hat.
Da hatte die eine da ihre Vorteile und die andere da und dass ihre Männer keine Engel sind, da waren sie sich einig. Ihr Fazit: „Wo Licht ist, ist auch Schatten; wo Duft ist, da stinkt es auch und so ist es auf dem Lande und so ist es in der Stadt”.
Und dass dann die Stimme für das gemeinsame Singen wieder so richtig geölt war, dafür sorgte Christa Vetter mit ihrer Schnapsrunde für alle.
Anschließend kam Lore Marquard von ihrer Dienstfahrt ans Meer zurück, wo sie den Bischof und seinen Sekretär traf. Die Lacher dieser Story waren ihr gewiss, denn der Bischof begab sich ins Wasser so nackt, wie ihn Gott schuf. Und als dann da unverhofft Publikum eintraf, gab der Sekretär den Rat: Verdeck doch dein Gesicht, unnerum kennt mer se ja nicht”.
Als Fußball-Lady kam dann Doris Hess, die das Spiel Holland gegen Deutschland kommentierte.
Mit „Mich kennt man in jedem Haus” gab Gaby Schwarzloh aus Breckenheim zum Besten.
Mit „ohne mich kommt keiner aus, ich bin der stille Ort im Haus. Helau, ich bins, die „Abe-Schissel”, ich kenne alle, aber nur von hinne”. Die Lachmuskeln bei diesem Vortrag wurden arg strapaziert und dieser Vortrag war mehr als eine Rakete wert.
Christine Stiehl überraschte dann ihren Mann und seinen Kurschatten. Auch dieser Vortrag gefiel den Närrinnen im Saal.
Mit ihrem Fastnachtsrezept beschrieb Elfriede Hauzel, was man zu tun hat, „wenn die Bandscheiben in Franze hänge und man sich Fasching auf Rezept verschreibe lassen soll”.
Kein Auge blieb trocken bei der Erklärung durch Hildegard Paul vom „Das Ding” und das dieses immer gebraucht wird. Ihr Ding war 15 cm mittelgroß und man brauche jeweils 5 cm um Hin- und Herzusausen, der Flaschenputzer.
Und als Pause für die Lachmuskeln wurde wieder gemeinsam gesungen und zu der Melodie „Es klappert die Mühle tanzten die vier „Hemden§ Christel Schraml, Brigitte Pfister, Christine Stiehl und Gerda Block sehr zur Belustigung der Anwesenden durch den Saal.
Weiter ging es mit einem weiteren Vortrag Von Frau Knüddelisch und Frau Dattelisch alias Else Göller und Annemarie Püst, deren Gehör schon arg strapaziert war und dadurch so mancher Klamauk zutage kam. Super-Vortrag.
Und noch einmal betrag Elfriede Hauzel die närrische Bühne und begrüßte als Elisabeth, die schon mal da war, die Gäste. Sie suche einen Mann, noch konnt sie keinen finden, der wasche und auch kochen kann. Und dass man sie als Vollblutweib lässt stehe, das kann sie nicht verstehe …
Auch dieser Vortrag war eine Rakete wert.
Zum Vogelbeerbaum sagen die beiden „Wallauer Herzbuben” Gerda Fischer und Lotte Hauzu, ehe dann zum Finale der Landfrauenchor mit dem Kufsteinlied das Ende des fast vierstündigen Programms einleitete.
Wieder einmal haben die Landfrauen gezeigt, dass sie aus ihren Reihen einen tollen närrischen Nachmittag gestalten können, zu dem sicherlich auch im nächsten Jahr wieder der Sitzungssaal im ehemaligen Rathaus bis auf den letzten Platz besetzt sein wird.
Text und Fotos: Fuhr

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